
„Wer hat heute schon geteilt?“ lautete die Einstiegsfrage von Dr. Christin Barbarino beim Co-WOERK Workshop auf der studentischen Schreib-Peer-Tutor:innen Konferenz (SPTK) „Writing Futures“, die vom 14. bis 16. September 2026 an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) stattfand. Als Antworten kamen ganz unterschiedliche Aspekte zusammen: von der Information zur nächsten Kaffeemaschine, den Erfahrungen an den Schreibzentren in ganz Deutschland bis zum Foto auf Instagram.
Unter dem Titel „Studierende teilen und machen den Unterschied – Ein Crashkurs in offenen Bildungspraktiken“ bekamen die Teilnehmenden einen ersten Einblick in offene Bildungsmaterialien, Lizenzen und mögliche Plattformen für ihre Veröffentlichungen. So wurde in der Stationenarbeit u. a. ein Blick auf die Creative Commons-Lizenzen und die Plattform twillo geworfen und am Ende die eigene OEP-Landkarte mit einer Skala mit verschiedenen Öffnungsschritten vermessen.
„Es hat großen Spaß gemacht die Studierenden in die Themen unseres Co-WOERK-Projektes mitzunehmen, und ich habe mich gefragt, warum sie in Sachen offene Bildung als Zielgruppe immer noch eine so untergeordnete Rolle spielen. Studierende wollen teilen, sie sind – dies hat der Workshop gezeigt – sehr interessiert am frühen Publizieren im Rahmen von OER, an Erstellen von Wikipedia-Beiträgen und reflektieren sehr wohl, auf welchen Plattformen sie gemeinwohlorientiert ihr Wissen teilen und auf welchen nicht“, freute sich Dr. Christin Barbarino über das rege Interesse der Workshop-Teilnehmenden.
Birgit Galda, Schreibtutorin von wort.ort, dem Schreibzentrum der Bergischen Universität Wuppertal, war begeistert: „Tatsächlich hat mir das Angebot von Co-WOERK am besten gefallen, also der Workshop zu Open Educational Resources, weil das auch was Neues für mich war, und ich denke, dass ich sehr viel daraus mitnehmen kann, auch für andere Tätigkeiten und mein Studium.“
Schreibberatung von Studierenden für Studierende
40 Schreibberater:innen haben bei der Studentischen Schreib-Peer-Tutor:innen-Konferenz an der Viadrina ihre Arbeit und aktuelle Herausforderungen diskutiert – von Künstlicher Intelligenz (KI) bis AD(H)S. Die von den Tutor:innen des Zentrum für Lehre und Lernen (ZLL) organisierte Konferenz zum Thema „Writing Futures – Schreiben gemeinsam neu denken“, die jährlich an verschiedenen deutschen Universitäten stattfindet, kehrte damit an die Viadrina zurück, wo sie 2008 erstmals von Studierenden für Studierende organisiert wurde.
An drei Konferenztagen tauschten sich die Schreib-Berater:innen in parallel stattfindenden Veranstaltungen über ihren Alltag aus, bildeten sich fort, diskutierten einzelne Fälle und allgemeine Problemlagen. Es ging unter anderem um emotionale Ausnahmesituationen, in denen sich Studierende befinden, die mit ihren Schreibprojekten in die Beratung kommen, darum, wie Videospiele das akademische Schreiben revolutionieren und wie Schreibzentren der Zukunft aussehen sollten. Das Team der Viadrina-Hochschulkommunikation hat die Konferenz begleitet und mit Teilnehmenden gesprochen. Der ausführliche Beitrag zur Konferenz ist hier zu finden.




