Co-WOERK beim 18. Bundeskongress: Bildungssystem unter Spannung

Mit einem Symposium zum Thema „Wandel und Verantwortung: Community of Practice als strukturverankernder Ansatz für Transformationsthemen in der Lehrkräftebildung“ war das Co-WOERK Team der Hochschule Neubrandenburg gemeinsam mit dem Hochschulzentrum für berufliche Lehrkräftebildung Neubrandenburgs beim 18. Bundeskongress der Zentren für Lehrkräftebildung (ZfL) und Professional Schools of Education (PSEs) präsent, der vom 1. bis 3. Juli in Flensburg stattfand. Der Bundeskongress ist die zentrale bundesweite Plattform für Austausch, Vernetzung und Impulse zur Weiterentwicklung der Lehrkräftebildung.

Prof. Dr. Matthias Müller, Gesina Seyfert, Prof.in Dr.in Anja Schwertfeger und Clara Ellen Schmidt (auf dem Bild v.l.n.r.) stellten im Rahmen des Symposiums einen Ansatz vor, wie gesellschaftliche Transformationsthemen wie Digitalisierung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Demokratiebildung oder Inklusion langfristig in der beruflichen Lehrkräftebildung verankert werden können. Im Mittelpunkt stand dabei das Konzept der Community of Practice (CoP), das Studierende, Referendar:innen und Lehrkräfte phasenübergreifend miteinander vernetzt und gemeinsame Lern- und Entwicklungsprozesse ermöglicht. Am Beispiel des Projekts Co-WOERK wurde gezeigt, wie diese Zusammenarbeit bereits heute in den monatlich stattfindenden CoP gelebt wird. Ergänzend stellten die Referierenden die an der Hochschule Neubrandenburg speziell für die berufliche Bildung entwickelte Micro-Community-Building-Strategie näher vor und diskutierten mit den Teilnehmer:innen, welchen Mehrwert offene Bildungsmaterialien und -praktiken für die Lehrkräftebildung bieten.

„Die auf dem Bundeskongress vorgestellte Neubrandenburger Micro Community-Building Strategie zeigt einen Weg auf, wie aktive und selbstgesteuerte OER-Communities aufgebaut werden können. In der lebendigen Diskussion der Strategie, konnten zudem weitere interessante prozessbegleitende Aspekte des Community Buildings herausgearbeitet werden. Zum Beispiel könnte es sinnvoll sein, Moderationskurse für Community Manager:innen zu entwickeln, die mit den Anforderungen des Community Buildings für OER abgestimmt sind“, erklärte Co-WOERK Co-Lead Prof. Dr. Matthias Müller.

Im Mittelpunkt des diesjährigen Kongresses standen zahlreiche Spannungsfelder der Lehrkräftebildung wie Qualitätssicherung trotz Fachkräftemangel, die nachhaltige strukturelle Verankerung von Digitalisierung und Inklusion oder zukunftsfähige Gestaltung des Bildungssystems.

Gesina Seyfert, Co-WOERK Co-Lead und Koordinatorin Berufliche Bildung, ist sich nach dem fachkundigen Austausch in Flensburg sicher: „Die Zukunft der Lehrkräftebildung liegt nicht im isolierten Lernen der einzelnen Ausbildungsphasen, sondern in ihrer Vernetzung. Communities of Practice schaffen Räume, in denen Studierende, Referendar:innen und Lehrkräfte ihr Wissen teilen, voneinander lernen und gemeinsam Verantwortung für die Gestaltung von Zukunftsthemen übernehmen.“

Ausführliche Informationen zum 18. Bundeskongress sind hier zu finden.

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